Ablegen Richtung England

Aufstehen gegen 0800 und klar zum Auslaufen machen. Vorher noch das Flaggenproblem lösen; auf dem Schlag von Laboe zum NOK ist uns fast unser Adenauer – respektive – Willhelm-Tell (unsere schweizer Flagge) baden gegangen, einer der zwei Bändsel hatte sich bereits gelöst. Damit aber nicht genug, zusätzlich rauschte die Leine aus, welche die Gastlandflagge & Radarreflektor hielt. Also muss jemand in den Mast und die Leine wieder an der Saling durchführen. War eine gute Übung, denn es war nicht das letzte Mal auf diesem Törn werden, wo der Bootsmannstuhl zum Einsatz kommt.

Gegen 1100 geht es dann los: Tanken und dann Schleusen. Ein kauziger Tankwart, der sich während des Tankens erstmal genüßlich eine Zigarette anzündete, erklärte uns, Nordsee sei Mordsee und wünschte uns einen schönen Törn.

Die Nordsee
Die Nordsee

Wind SW 6-7, abnehmend.

Trotz setzendem Hochwassers beschließen wir, loszusegeln. Die Ebbe würde erst gegen 1700 einsetzen, was uns zu spät wäre.

Wetteraussichten: zur Zeit noch gut, morgen umlaufende Winde, Tief über Irland.

Plan: in einem Stück nach Falmouth (an der Süd-West-Spitze von England), um schlechtes Wetter im Kanal zu vermeiden.

Schlag aus der Elbmündung funktioniert trotz 3 kn Gegenstrom. Sonne scheint, jetzt beginnt der Törn….

Wachplan für die nächsten Tage: 6-6-4-4-4 (heißt: Tagsüber Wachen von 6h, Nachts 4h), immer 3 Leute.01

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