Ablegen Richtung Bayona/Biskaya

Die langfristige Wetteraussicht bessert sich – für Sonntag werden nur noch S3-4 fürs Kap Finisterre vorhergesagt. Nach langem Ausschlafen legen wir gegen 1200 ab.

Wärme! Bei Sonnenschein geht es in Richtung Biskaya. Zwei Pullover und Jeans reichen, kein Ölzeug, keine Handschuhe, keine kalten Füße! Das Vorschiff wird zum Sonnendeck.

Das Wasser hat sich verändert, die flaschengrüne Farbe des Ärmelkanals ist einem Tiefblau gewichen. Man spürt den Atlantik: Eine sehr lange, flache Dünung kommt aus West. Sie wird von kürzeren Wellen aus Ost überlagert, ein angenehmes Schaukeln setzt ein.

Aus dem angesagten N3-4 ist nur ein N2 geworden. Nach einigen Stunden motoren stehen gegen Abend wieder die Segel. Die Genau flattert, die Blöcke schlagen laut aufs Schiffsdeck. Die Zeit, rechtzeitig über die Biskaya zu kommen, ist wetterbedingt knapp. Notfalls müssen wir weiter unter Motor laufen. Wir haben Diesel für ca. 28 Stunden, 3.5 Stunden sind davon bereits verbraucht. Plan B sieht einen „Boxenstop“ irgendwo in Frankreich Nähe Brest vor, um zu tanken. Damit müssten wir aber viel zu weit nach Osten, der gesamte West-Vorteil wäre verschenkt. Mal abwarten.

Die Wachen sind jetzt viel lockerer: jeweils nur 2 Leute werden auf Wache gehen, so dass 4 Stunden Wache von 6 Stunden Freiwache gefolgt werden.

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