Biskaya – 2. Seetag

0815: Wachende. Die Nacht war kalt, aber erträglich. Die gesamte Nacht dümpelten wir mit 4-5 Knoten und Wind aus Nord. Mittlerweile trennen uns bereits 95 sm von Falmouth.

Der Morgen ist vielversprechend. Die Sonne ließ alle Wolken verschwinden, der Wind nahm auf 3-4 zu. Mit über 7 Knoten geht es Bayona entgegen, 430 sm liegen vor uns.

1800: Schönwettersegeln! Blauer Himmel, Sonne, schätzungsweise 18°C. Die kurzen Hosen wurden bereits ausgepackt. Ein guter NNW 3-4, Fahrt 5-7 Knoten, zum Teil unter Schmetterling. Bei allen ist sichtliche Freude über das Wetter zu erkennen. Wachegehen mit Jogginghose und einem Pullover – Traumhaft! Zur Krönung gibt es einen aufwändigen Reisauflauf zum Essen. Mittlerweile liegt Falmouth 155 sm hinter uns.

Zwischendurch gab es noch einen leichten Adrenalin-Kick. Vom Vorschiff aus rief jemand, dass recht voraus etwas im Wasser treibt. „Hol‘ mal jemand den Bootshaken“. Während ich auf der Suche nach dem Bootshaken die Backskiste durchwühlte, kam plötzlich ein aufgeregtes „Abdrehen! Abdrehen!!“. Knapp 3 Meter entfernt trieb etwas an uns vorbei, was die Form einer Fliegerbombe hatte, vielleicht 50 cm lang und blau-orange. Übungsmunition? Immerhin sind Kanal und Biskaya U-Boot-Übungsgebiet. Was auch immer es war, es war wohl besser, es nicht zu rammen.

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